Die DomiGenau-Streams 2022
2022 war ein besonderes Jahr für „Miauz Genau!“. Neben dem Podcast entstanden in dieser Zeit auch erste Live Formate auf Twitch, in denen Dominik verschiedene Pokémon Games spielte, mit der Community ins Gespräch kam und neue Wege ausprobierte, das Projekt live zu erweitern.
Mit dem Namen „DomiGenau“ entschied er sich bewusst für eine Bezeichnung, die die Streams vom regulären Stil des Podcasts abgrenzte und sie gleichzeitig klar im „Miauz Genau!“-Kosmos verortete. Diese Seite blickt auf diese besondere Phase zurück.
Streamplan und DomiDays
Die Twitch-Phase von „Miauz Genau!“ begann im Februar 2022 und endete im Oktober desselben Jahres. Ihren Anfang nahm sie bereits am 16. Februar 2022 mit dem ersten Stream auf Twitch. Schon wenige Tage später, am 19. Februar, folgte der zweite Stream und machte deutlich, dass es sich nicht nur um einen einmaligen Ausflug ins Live-Format handeln sollte.
Am 20. Februar veröffentlichte Dominik schließlich einen Streamplan, der dieser neuen Phase einen klaren Rahmen gab. In diesem Plan stellte er die sogenannten „DomiDays“ vor, also feste Streamtage an allen Wochentagen, die ein D im Namen tragen: Dienstag und Donnerstag.
Mit dem letzten Stream am 27. September 2022 endete diese Zeit zunächst auf unbestimmte Dauer. Hintergrund dafür waren private Umstellungen sowie berufliche Veränderungen im Leben von Dominik, durch die eine regelmäßige Fortführung der Streams nicht mehr möglich war. So blieb diese Twitch-Phase als ein eigenständiger Abschnitt des Projekts bestehen, geprägt von Experimentierfreude, direkter Interaktion und dem Versuch, „Miauz Genau!“ auch live auf eine neue Weise erlebbar zu machen.
Prägende Spiele
Inhaltlich lebten die Streams vor allem von einem bewusst anderen Ton als der Podcast. Live durfte alles alberner, überdrehter und quatschiger sein. Ein wichtiger Teil davon war, dass Dominik sich in den Streams mit viel Selbstironie präsentierte und ganz bewusst Dinge zuließ, die im Podcast nie in dieser Form funktioniert hätten. Dazu gehörte etwa die sogenannte SpongeBob-Stimme, also ein überzogen hohes, bewusst quatschiges Sprechen, das immer wieder als Running Gag auftauchte und teilweise sogar über Kanalpunkte von der Community eingefordert werden konnte. Ähnlich verhielt es sich mit anderen absurden Einfällen, etwa dass Dominik während des Spielens seinen rechten Fuß hinter den Kopf packte. Solche Momente waren nicht bloß kleine Gimmicks, sondern prägten den eigentlichen Charakter dieser Streams: Sie waren verspielt, selbstironisch, leicht drüber und hatten genau dadurch ihren ganz eigenen Reiz.
Diese Streamphase wurde vor allem von drei großen Konstanten geprägt: der besonderen Atmosphäre von „Pokémon Channel“, dem zermürbenden Shiny Hunt auf Darkrai in „Pokémon Strahlender Diamant“ und dem wiederkehrenden Chaos rund um „Pokémon Stadium“. Vor allem „Pokémon Channel“ war für den Anfang dieser Zeit nahezu ideal, weil das Spiel selbst schon genau die Mischung aus Cozy Stimmung, Schrulligkeit, Seltsamkeit und liebenswerter Eigenart mitbrachte, die auch den Ton der Streams bestimmte. Dieses Spiel wirkte fast wie ein programmatischer Auftakt, weil es den Charakter der gesamten Phase auf eine merkwürdig stimmige Weise vorwegnahm.
Ein zweiter zentraler Bestandteil war der Darkrai Shiny Hunt in BDSP, der mit der Zeit zu einem der prägenden Motive der Streams wurde. Das ständige Soft Resetting, die wachsende Erschöpfung und der Wahnsinn dieser endlosen Suche sorgten nicht nur für viel Community Interaktion, sondern wurden selbst zu einem Teil der Identität dieser Twitch Zeit. Ähnlich ikonisch war „Pokémon Stadium“, insbesondere das Piepi Merkspiel, das als „Piepi Terror“ zu einem Running Gag mit beinahe legendärem Status wurde. Gerade in solchen wiederkehrenden Momenten zeigte sich, dass diese Streams nicht einfach nur aus einzelnen Spielen bestanden, sondern aus festen Ritualen, Witzen und Aufgaben, die sich mit der Zeit zu ihrem eigenen kleinen Kosmos verdichteten.
Memes und Anekdoten
Ein ebenso wichtiger Teil dieser Twitch Phase war die ganz eigene Meme Welt, die sich im Laufe der Streams immer weiter verdichtete. Viele Gags entstanden spontan aus einzelnen Momenten heraus und entwickelten dann ein erstaunliches Eigenleben. Das bekannteste Beispiel dafür war wohl „Freeze Frame Domi“, später meist einfach „Freezy“ genannt. Dieses Relikt ging direkt auf den allerersten Stream zurück, in dem es noch keinen Endscreen gab. Als der Stream endete, blieb deshalb für einen Moment einfach ein etwas derpiges Standbild von Dominik stehen, das später nicht nur zum Running Gag, sondern beinahe zu einer eigenen Figur innerhalb des Stream Kosmos wurde. Freezy wurde immer wieder eingeblendet, übernahm symbolisch den Stream, tauchte in Edits aus der Community auf und erschien in immer neuen Varianten, etwa als Deoxys Freezy oder als Smogon Freezy.
Ähnlich funktionierten auch viele andere Memes, die sich aus Spielen, Formulierungen oder einzelnen Szenen heraus entwickelten. Der „Piepi Terror“ rund um das Piepi Merkspiel aus „Pokémon Stadium“ bekam nicht nur Kultstatus, sondern sogar eine eigene Grafik und mündete schließlich in ein Zuschauerpaket mit einem Piepi Plüschtier samt Gummihammer als Anspielung auf das Spiel selbst.
In den „Pokémon Channel“ Streams entstand wiederum „Präsident Quiekel“, ausgelöst durch eine Quizfrage bei Quiekel und die Antwortoption „für ein besseres Morgen“, aus der im Stream eine ganze rhetorische Figur gebaut wurde und später sogar einem gehäkelten Quiekel mit Präsidentenhut. Auch die merkwürdig fehlerhaften KI generierten Fakemon gehörten in diesen Bereich, etwa Dentagon oder Gutnacht, die gemeinsam benannt, in einen improvisierten Pokédex eingeordnet und schließlich sogar als gehäkelte Figuren verewigt wurden. Hinsichtlich der Darkrai Shiny Hunt in BDSP schwebte zudem über jedem Stream die große Frage „Hast du nun endlich Darkrai?“. Dies ging dann sogar so weit, dass Pascal, aka. PocketNeon einen kleinen Song zugeschickt hatte namens „Scheiß Darkrai“. Hier zum Song.
Hinzu kamen Formulierungen wie die „nackten Männer auf der Wolke“ für Boreos, Voltolos und Demeteros, dazu alte Relikte wie das Video „Basti Cola“ aus Domis Ausbildungszeit, das ebenfalls seinen Weg in diesen Kosmos fand.
Mit der Zeit wurde diese Welt noch dichter, weil immer mehr transparente Figuren aus Popkultur und Medienwelt als PNGs in den Stream einzogen und dort fast wie ein eigenes schräges Ensemble auftraten. Plötzlich saßen Figuren wie Klaus Hipp oder Goleo mit im Bild, wurden performt, kommentiert und in die laufende Stream Situation eingebaut. Gerade dadurch bekamen die Streams stellenweise etwas von einer sehr seltsamen, ulkigen Puppenbühne, irgendwo zwischen improvisiertem Theater und Internet Quatsch. Rückblickend waren diese Memes deshalb weit mehr als bloße Nebenprodukte. Sie gaben der Streamphase ihr eigenes Vokabular, ihre wiedererkennbaren Figuren und einen Humor, der sich nur in genau diesem Live Rahmen so entfalten konnte.
Zitate
In dieser Zeit entstanden in den unterschiedlichsten Situationen während verschiedener Spiele viele lustige, stumpfe und ikonische Zitate von Dominik:
10 Minuten später:
"ich bin so gar nicht eingebildet."












